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Dienstag · 19 | 03 | 2019
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Fußbodenheizung/-erwärmung

Den großen Durchbruch bei der Fußbodenheizung gab es in den 1970er Jahren. Alles was wie ein Rohr aussah, wurde unter dem Estrich vergraben. Ob Stahlrohr (verzinkt oder schwarz), Kupferrohr, schwarzes PE-Rohr oder Marke "Gartenschlauch".

Die Abstände "egal", Hauptsache warm sollte es sein. Der Sanitärgroßhandel mischte mächtig mit und alles was man verkaufen konnte, wurde verkauft. Venile, die überhaupt nicht in eine Fußbodenheizung gehörten, wurden montiert. Im Esstrich selber wurden keine Stahlmatten oder ähnliches verlegt. Die Folgen waren gravierend. Die Bauherren hüpften durch ihren Neubau. Fußbodenfliesen schössen wie Granaten durch die Badezimmer. Im Boden von fliesenverlegten Zimmern klafften große Risse oder der Fußboden wölbte sich wie die Schweizer Alpen.

Die Folge war, dass in den 1980er Jahren wenige Fußbodenheizungen eingebaut wurden. Erst Anfang der 1990er Jahre besann man sich und baute vernünftige Anlagen. So wurde zwischen Wand und Estrich ein dicker Randdämmstreifen verbaut.

Im Estrich selber wurden Estrichmatten verlegt, damit dieser nicht mehr reißen konnte. Rohrleitungen bestanden hauptsächlich aus vernetztem Kunststoffrohr (dadurch kann kein Sauerstoff in die Rohrleitung gelangen) oder WICU Rohr (wärmeisoliertes Kupferrohr). Auch die Dämmung zwischen Estrich und Sohlplatte (Betonplatte) wurde erheblich dicker. Zusätzlich wurde ein Thermostat montiert, damit die Heizung abschaltet, z. B. bei zu hoher Vorlauftemperatur.

Heute im Jahre 2016 ist es schon fast Standard, eine Fußbodenheizung zu haben. Der Unterschied zwischen einer Fußbodenheizung und einer Erwärmung besteht darin, dass eine Fußbodenheizung im gesamten Haus ohne Heizkörper oder in Teilbereichen mit Heizkörper verlegt wird. Beispiel: Erdgeschoss Fußbodenheizung, Obergeschoss Heizkörper. Eine Erwärmung wird zusätzlich zum Heizkörper eine Raumes verlegt.

Vorteile:

  • erheblich niedrige Vorlauftemperaturen = Gas- oder Öl Einsparung
  • bessere Wohnraumgestaltung, da keine Heizkörper stören
  • sehr gut kombinierbar mit Solarthermie (Wasser) noch höhere Einsparung
  • keine kalten Füsse und keine "Wollmaüse"
  • kein zugempfinden an den Beinen


Nachteil:

  • eine Fußbodenheizung ist träge, d. h. bis die eingestellte Temperatur erreicht ist, dauert es je nach Dicke des Estrichs einige Zeit.





 
 

  Letzte Aktualisierung: April 2016
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